WZL - Pressemitteilung

 

Interdisziplinarität in der Produktionstechnik

Erster WZL/IMA INDUSTRIAL INTERNET OF THINGS Hackathon an der RWTH Aachen University

Unter dem Motto „GET YOUR #BITS TOGETHER!“ endete am Wochenende der erste WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon, veranstaltet vom Cybernetics Lab IMA/ZLW & IfU und dem Freundeskreis des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen University. Vom 19.01. - 21.01.2018 stellten 58 Studierende, Auszubildende und Young Professionals der RWTH Aachen 36 Stunden „nonstop“ ihre Fähigkeiten in Teams auf dem Gebiet des Machine Learning in der Produktionstechnik unter Beweis.


BU: Gruppenfoto der 58 Teilnehmer des ersten WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon an der RWTH Aachen.

Zunehmende Relevanz der Interdisziplinarität in der Produktionstechnik

Produktionsanlagen, sogenannte large-scale cyber-physical Systems, die 30 Tonnen wiegen und 2 Bauteile pro Sekunde auswerfen, erzeugen durch die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung ein hohes Datenaufkommen von bis zu 0,5 PB / Tag. Um diese Datenmengen zur Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen nutzen zu können, müssen neue Ansätze, beispielsweise aus dem Gebiet des Machine Learnings, genutzt werden. Dies erfordert jedoch nicht nur produktionstechnisches Fachwissen zur Interpretation der Ergebnisse, sondern auch IT-Kompetenz zur Datenanalyse. Der Hackathon setzte sich daher das Ziel, genau diese beiden Disziplinen zu vereinen und den fachlichen Nachwuchs für diese neuen Themen zu begeistern.

Beim ersten WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon traten 58 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 13 Teams gegeneinander an. Ziel war es, die beste Lösung für die vier vorab definierten Aufgaben zu entwickeln. Hierfür hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ganzes Wochenende Zeit, um Konzepte zu entwickeln, Programme zu coden und Validierungen an realen Beispiel-Cases aus der Produktionstechnik durchzuführen. Darüber hinaus konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University sowie die neue Ersatzfläche am Rotter Bruch kennenlernen und besichtigen, sich mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern austauschen und sich auf die ein oder andere aufbauende Abschlussarbeit bewerben. Auch das umliegende Netzwerk auf dem RWTH Aachen Campus wurde in einer Führung erläutert.

Insgesamt standen den Teams vier verschiedene Aufgaben zur Auswahl. Jedes Team musste sich für eine der Aufgaben vorab entscheiden und diese anschließend lösen. Der Fokus der Aufgaben lag auf Fragestellung aus den Bereichen der Umformtechnik, der Materialmodellierung sowie der Produktnachverfolgung. Zur Lösung der Aufgaben mussten die Teilnehmer auf aktuelle Trendthemen wie Machine Learning und Deep Learning für die digitale Bildverarbeitung zurückgreifen.

„Für gute Ideen braucht es nur eine geeignete Umgebung und die ist uns mit dem Hackathon mehr als gelungen.“ so Daniel Trauth, Organisator des Hackathons, Leiter der Arbeitsgruppe Machine Learning in Production Engineering innerhalb des Profilbereichs Production Engineering und Oberingenieur für Schleifen, Umformen und Technologieplanung am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University. „Unermüdlich und ohne Verluste nutzten die Teilnehmer ihre Chance, bei etwas Neuem und Großem dabei zu sein. Das muss belohnt werden.“


BU: Eric van Lessen, Chia-Yuen Chou, Markus Höhnerbach, Oliver Lehmacher und Vera Loeser (v.l.n.r.) gewannen den ersten WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon am WZL der RWTH Aachen. Thomas Thiele (1.v.l., IMA), Franz Jurt (2.v.r., Fa. Feintool) und Daniel Trauth (1.v.r., WZL) übergaben das Preisgeld.

Wir gratulieren ganz herzlich dem Team „Bits Please“ zum ersten Platz in der Kategorie Survival-of-the-fittest. Chia-Yuen Chou, Markus Höhnerbach, Oliver Lehmacher, Vera Loeser und Eric van Lessen freuten sich sichtlich über den Hauptgewinn in Höhe von EUR 2.500,-. Ihr Ansatz leistet einen heraussagenden Beitrag zur Bauteil- bzw. Produktnachverfolgung mittels RFID-Tags.

Den zweiten Platz in der Kategorie „Survival-of-the-fittest“ (EUR 1.500,-) belegten Erik Fleischhauer, Tim Fleischhauer, Hendrik Gruss, Merlin Marek und Birger Normann mit dem Team „Skynet!“. Der dritte Platz in der Kategorie „Survival-of-the-fittest“ (EUR 500,-) ging an die „digitalPriests“ (Jonathan Alms, Christian Bartsch, Luca Tabone, Victor ter Smitten und Jonas Zagatta).

Darüber hinaus konnten sich Lukas Körfer, Phillip Legran, Kevin Leonardics, Lennart Moltrecht und Eugen Salzmann mit dem Team „InCES“ über den mit EUR 500,- dotierten Innovationspreis freuen, der für den kreativsten und außergewöhnlichsten Lösungsansatz vergeben wurde. Die Preisgelder wurden durch den Hauptsponsor der Feintool Technologie AG vergeben.

Des Weiteren vergab der VDI Bezirksverein Aachen Nachwuchsförderpreise. Die Gewinner (Dimitrios Begnis, Alexander Brennecke, Patrick Cönen, Stella Coumbassa, Niklas Dahl, Jiahui Geng, Andre Gilerson, Dominik Jeurissen, Jan Kaemmerer, Florian Maurer, Gerhard Moellemann, Yu Qiao, Michel Schmidt, Tobias Springer, Jakob Wunsch, Xiaoli Yang und Haochen Zuo) freuten sich über einen Raspberry Pi 3-Bundle inkl. 8 GB SD-Karte, offiziellem Gehäuse und Netzteil im Wert von in Summe EUR 1.000,-.

Bei der Durchführung des Hackathons unterstützen sowohl der Profilbereich Production Engineering (ProdE) und der Exzellenzcluster Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer sowie das Institut für Bildsame Formgebung IBF und das Institut für Eisenhüttenkunde IEHK der RWTH Aachen University.

Aufbauend auf den entwickelten Konzepten erarbeiten die Forscher am WZL und IMA nun interdisziplinäre und aktuelle Themenstellungen, die in Form von studentischen Abschlussarbeiten und Seminararbeiten an die Studenten zurückgegeben werden können. Ein Win-win-Situation für alle!

Weiterführende Informationen zum WZL/IMA Hackathon finden Sie auf der Website.


Presseinformation als Download

Kontakt vor Ort:
Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing. Daniel Trauth
Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University
Tel.: +49 241 80-27999
D.Trauth@wzl.rwth-aachen.de

Dipl.-Ing. Thomas Thiele
IMA - Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau der RWTH Aachen

Zentrum für Lern- und Wissensmanagement
Tel.: +49 241 80-91168
thomas.thiele@ima-zlw-ifu.rwth-aachen.de