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Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Abteilung Quality Intelligence, Gruppe Process Insights
 

Methodik zur Bewertung der Wechselwirkungen zwischen Energieflexibilität und Qualitätsmerkmalen für einzelne Fertigungsprozesse

Auf Beschluss des Deutschen Bundestages sollen bis zum Jahre 2022 alle Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Der zur Kompensation erforderliche Energiebedarf soll durch regenerative Energieträger gedeckt werden. Bei vielen regenerativen Energiequellen, wie beispielweise Solar- oder Windkraftanlagen, weist die bereitgestellt Energie jedoch eine hohe Volatilität auf. Der volatile Charakter resultiert hauptsächlich aus sich verändernden Wetterbedingungen. Zur optimalen Nutzung der bereitgestellten Energie ist nachfrageseitig eine hohe Reaktivität erforderlich. Dies stellt energieintensive Branchen wie z.B. den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automobilindustrie vor große Herausforderungen, da der Energiebedarf ihrer energieintensiven Schlüsselproduktionsprozesse mit dem schwankenden Angebot erneuerbarer Energien synchronisiert werden muss – ohne ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau der hergestellten Produkte zu gefährden

 
Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung einer Methodik zur Bewertung der Wechselwirkungen zwischen Energieflexibilität und Qualitätsmerkmalen auf der Ebene der Fertigungsprozesse. Dazu werden diverse Fertigungsprozesse aus der Norm DIN EN ISO 8580 hinsichtlich der Auswirkungen der Energieflexibilität auf die Qualitätsmerkmale anhand einer Kriterien basierten Bewertungsmethodik analysiert. Für einzelne Fertigungsprozesse wird zudem eine Bewertung mit erhöhtem Detaillierungsgrad anhand realer Versuchsdaten durchgeführt. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Energieflexibilität auf die Qualitätsforderungen des Kunden anhand der Normen DIN EN ISO 9001 und IATF 16949 untersucht.
Es ergeben sich folgende zentrale Forschungsfragen:
• Welche Auswirkungen hat die Energieflexibilität auf die in den Normen DIN EN ISO 9001 und IATF 16949 genannten Qualitätsforderungen des Kunden?
• Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen den Qualitätsmerkmalen und der Energieflexibilität bezogen auf einzelne Fertigungsprozesse?

 
Voraussetzungen:
– Motivation und Einsatzbereitschaft
– Gute Studienleistungen
– Sicheres Auftreten im Kontakt mit Forschungs- und Industriepartnern

Geboten wird:

– Umfangreiche Betreuung
– Klar abgegrenzte Aufgabenstellung
– Hoher Praxisbezug durch Einbindung in ein industrienahes Forschungsprojekt
– Sofortiger Start und schnelle Bearbeitung möglich
Zeitaufwand: 400,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing.
Henning Voet
 
BGH 109
Tel.: +49 241 80-26945
Fax: +49 241 80-626945
Mail: Henning.Voet@wzl.rwth-aachen.de