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Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Produktionssystematik, Abteilung Fabrikplanung, Gruppe Werksstrukturplanung
 

Fabrikplanung im Kontext des Megatrends 'Urbane Produktion'

Globale Megatrends wie Urbanisierung, neue Mobilitätskonzepte, Individualisierung oder Silver Society schaffen neue Herausforderungen für produzierende Unternehmen, die in den nächsten Jahren bewältigt werden müssen. Ein stetig steigender Mangel an Fachkräften (primär in nicht-urbanen Gebieten) und die zunehmende Tendenz zu individualisierten Produkten fordern auf der einen Seite neue technologischen Lösungen und Innovationen wie bspw. dem 3D-Druck und vermehrt Digitalisierung und Vernetzung der Produktionsanlagen auf der anderen Seite. Infolgedessen müssen die Strukturen bestehender Produktionssysteme angepasst werden, um aus diesen Herausforderungen nutzbaren Chancen zu generieren. Die Urbane Produktion versteht sich als eine mögliche Lösung für dieses Thema.

Die Urbane Fabrik als daraus resultierendes Ergebnis muss sich demnach den sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen aus Politik, Gesellschaft und Industrie anpassen. Dies hat zur Folge, dass bisherige Fabrikplanungsprozesse neu gedacht und neue Fabrikkonzepte eruiert werden müssen. Bisher haben sich Fabrikanlagen in städtischen Gebieten durch wachsende Strukturen auszeichnet. Neue Produktionsanlagen wurden vermehrt außerhalb der urbanen Ballungsräume geplant und gebaut. Einer der Gründe für dieses Vorgehen ist ein Defizit der technologischen Machbarkeit in städtischen Gebieten und fehlende Anreizsystemen für die Urbane Fabrik. Zum anderen übertrafen die negativen Effekte eines urbanen Standortes die positiven Effekte bei Weitem.

 
Im Rahmen dieser Abschlussarbeit werden zunächst die jeweiligen Vor- und Nachteile von urbanen Standorten eruiert. Es ist zu klären, welche möglichen Konflikte sich ergeben und mit welchen Technologien diese zu lösen sind. Dabei geht es darum, Probleme ganzheitlich zu erfassen und verschiedene Teilgebiete zu identifizieren. Was sind die Treiber für eine urbane Standortwahl? Welche Industriezweige werden sich zukünftig eher in städtischen Gebieten ansiedeln? Dabei sollen existierende Brownfield-Fabriken, aber auch neu geplante Greenfield-Projekte in den Objektbereich der Arbeit fallen. Darüber hinaus sind die Definitionen und die Differenzierung der Terminologie Stadtproduktion noch nicht klar definiert. Vor allem in der Fabrikplanung fehlt ein Instrument für die Bestimmung von Technologien als Enabler für die innerstädtische Produktion.

Folglich ist das Ziel dieser Arbeit herauszufinden, mit welchen Konzepten eine Produktion in die Stadt verlegt bzw. wie mit dieser umzugehen ist. Dabei ist die Entwicklung eines Modells für die Analyse der Praxisanforderungen vorgesehen. Daraus sind Thesen abzuleiten, welche die Urbane Fabrik der Zukunft charakterisieren.

Geboten wird:
• Gut abgegrenzte und strukturierte Aufgabenstellung
• Umfangreiche Betreuung
• Ergebniserarbeitung im Team
• Praxisnahe Themenstellung durch die Erarbeitung der Inhalte in einem Konsortium aus Industrieunternehmen und Forschungsinstituten
• Schnelle Bearbeitung durch Unabhängigkeit von Vorarbeiten möglich und gewünscht
• Beginn ab sofort
 
Voraussetzungen:
• Studium des Wirtschaftsingenieurwesens oder des Maschinenbaus
• Hohe Motivation und Leistungsbereitschaft
• Strukturierte Arbeitsweise
• Einwandfreie Deutschkenntnisse
• Schnelle Bearbeitung möglich und gewünscht
Zeitaufwand: 40,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Jérôme Uelpenich, M.Sc. RWTH
 
ADITEC-Gebäude 009
Tel.: +49 241 80-22054
Fax: +49 241 80-22293
Mail: J.Uelpenich@wzl.rwth-aachen.de