Karriere am WZL

 

Masterarbeit oder Bachelorarbeit

am Forschungsbereich Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Abteilung Organizational Development, Gruppe Industrial Transformation
 

Nutzung von Reklamationsinformationen in der Produktentwicklung

Ausgangssituation

Weltweit stehen Produktionsunternehmen verschiedener Industriezweige und Märkte aufgrund vielfältiger Veränderungen der Rahmenbedingungen unter zunehmendem Druck. Zum einen treten Produktionsstandorte global in einen immer schärferen Wettbewerb zueinander. Zum anderen ergeben sich für die Unternehmen vielfältige Herausforderungen aufgrund globaler Megatrends. Eine Konsequenz dieser Entwicklungen ist die stetige Zunahme der Kundenansprüche hinsichtlich der Qualität und Zuverlässigkeit von Produkten. Hieraus lässt sich ableiten, dass die Sicherstellung und Erhöhung der Produktqualität einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Produktionsunternehmen darstellt. Trotz des selbst auferlegten Null-Fehler-Paradigmas des produzierenden Gewerbes und damit einhergehender, umfangreicher präventiver Aktivitäten, können in der Nutzungsphase eines Produktes Fehler auftreten. Der Umgang mit diesen Fehlern erfolgt im Rahmen des technischen Beschwerdemanagement, zu dessen Zielen die Fehlerbehebung sowie die nachhaltige Fehlervermeidung gehören.

Im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes "Entwicklung eines empirisch fundierten Modells für die effektive und effiziente Analyse, Verarbeitung und Nutzung von Beschwerden" wird insbesondere der Aspekt einer nachhaltigen Fehlervermeidung im Sinne eines langfristigen Wissenstransfers in die Produktentwicklung erforscht. Ziel ist die Entwicklung eines Entscheidungsmodells für die Nutzung und den Transfer von Informationen, die während der Verarbeitung von Beschwerden entsteht (Beschwerdeangaben), um ein nachhaltiges Beschwerdemanagement zu erreichen.

Ziel der Arbeit ist zunächst die Ausarbeitung von bewerteten und strukturierten Schnittstellen zwischen dem technischen Beschwerdemanagement und den frühen Phasen der Produktentstehung. Auf dieser Basis werden Hemmnisse für den Informationstransfer entlang dieser Schnittstellen identifiziert und analysiert.

 
Inhalte der Arbeit

Schnittstellenanalyse
  • Analyse von Methoden und Vorgehensmodellen in den frühen Phasen der Produktentstehung im Hinblick auf ihre Input/Output-Beziehungen
  • Abbilden idealtypischer Informationsflüsse in den frühen Phasen der Produktentstehung (Prozessstrukturmatrix)
  • Entwickeln von Kriterien und Durchführung der Bewertung der Relevanz von Schnittstellen für die langfristige Nutzung bzw. Einbindung von Reklamationsinformationen

Hemmnisanalyse
  • Ableiten von Ursachenanhypothesen eines gehemmten Informationstransfers zwischen technischem Beschwerdemanagement und Produktentstehung
  • Entwicklung eines Leitfadens für teilstrukturierte Interviews mit Verantwortlichen der Schnittstellen auf Entwicklungsseite auf Basis der Ursachenhypothesen
  • Durchführen von teilstrukturierten Interviews zur Identifikation und Gewichtung der Hemmnisse sowie anschließende Auswertung (Fokusgruppe: Q-Manager aus min. 10 produzierenden Unternehmen)

Unser Angebot
  • Umfangreiche Betreuung (standardisierter Betreuungsprozess)
  • Konkretisierte und abgegrenzte Aufgabenstellung
  • Schnelle Bearbeitung möglich und erwünscht
  • Start: ab sofort
 
Voraussetzungen:
  • Motivation und Einsatzbereitschaft
  • Interesse an der Thematik
  • Eigenständiges Arbeiten
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse
  • Sehr gute Studienleistungen
  • Strukturierte und sorgfältige wissenschaftliche Arbeitsweise (u.a. Durchführung einer qualitativen Studie)
Zeitaufwand: 35,00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Thomas Hellebrandt, M.Sc.
 
BGH 109
Tel.: +49 241 80-20598
Fax: +49 241 80-22293
Mail: T.Hellebrandt@wzl.rwth-aachen.de