Karriere am WZL

 

Masterarbeit

am Forschungsbereich Technologie der Fertigungsverfahren, Abteilung Schleifen, Umformen und Technologieplanung, Gruppe Umformende Fertigungsverfahren
 

Damage is not failure. Schädigungsbeeinflussung beim einstufigen Tiefziehen

Das Tiefziehen ist eines der wichtigs-ten Verfahren zur Blechbearbeitung. Es wird zur Herstellung sowohl von Töpfen und Badewannen als auch von Gehäusen für Waschmaschinen und Karosserieteilen im Automobilbau angewandt. Das Blech wird dabei mithilfe eines ausgeformten Stempels und einer entsprechenden Matrize in die beabsichtigte Form gebracht.

Insbesondere im Automobilbau han-delt es sich um sicherheitsrelevante Bauteile. Zur Abschätzung der Einsatzeigenschaften dieser Bauteile ist die Kenntnis des Schädigungszustands essentiell. Darunter wird das Zusammenwirken von Hohlräumen, Einschlüssen, Ausscheidungen und anderen Werkstoffinhomogenitäten verstanden. Durch die beim Umformen wirkenden Spannungen wird dieser Schädigungszustand während des Fertigungsprozesses verändert. Der genaue Einfluss der Prozessführung auf die Schädigungsentwicklung ist jedoch unbekannt. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 188 Schädigungskontrollierte Umformprozesse wird daher die Entwicklung der Schädigung im Tiefziehprozess untersucht und es werden Techniken entwickelt, um die Schädigungsentwicklung zu beeinflussen.

 
Das Ziel dieser Arbeit ist die Unter-suchung der Schädigungsentwicklung beim einstufigen Tiefziehen von rota-tionssymmetrischen Näpfen aus Du-alphasen-Stahl. Neben experimentel-len Untersuchungen mit Variation der relevanten Prozessparameter ist eine numerische Modellierung des Pro-zesses mit Hilfe der Finite Elemente Methode nötig, um die herrschenden Spannungszustände zu analysieren. Durch metallographische Untersu-chungen am Rasterelektronenmikro-skop wird so die Schädigung in einen Zusammenhang mit dem jeweiligen Spannungszustand gesetzt.

Unser Angebot:
– Umfangreiche Betreuung
– Einarbeitung in die FEM-Software Abaqus 6.14 und die Programmier-sprache Python
– Einarbeitung in die Schädigungs-charakterisierung und –modellierung
– eigenständige Zeiteinteilung
– klar abgegrenzte Aufgabenstellung
– Unterstützung bei der Karriereplanung
 
Voraussetzungen:
Vorkenntnisse und Erfahrung mit der Umformtechnik, der Finite-Elemente-Methode oder Schädigungsmodellen sind nicht erforderlich, aber auch nicht hinderlich. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung und Vorarbeiten, so dass eine zielgerichtete Bearbeitung der Aufgabenstellung möglich ist. Damit sicherst du dir einen leichten Einstieg in die in-dustrielle Praxis oder eine Hochschulkarriere.
Zeitaufwand: 40.00 Arbeitsstunden

Ansprechpartner(in):
Matthias Nick, M.Sc. RWTH
 
Cluster Produktionstechnik 3A 332
Tel.: +49 241 80-24978
Fax: +49 241 80-628213
Mail: M.Nick@wzl.rwth-aachen.de